BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Ortsverband Pfinztal

Mit Landtagsabgeordnetem Kai Keune auf dem E-Bike unterwegs durch Pfinztal: Natur, Energie und Demokratie im Blick

20.09.26 –

Am 10. September war der grüne Landtagsabgeordnete Kai Keune im Rahmen seiner E-Bike-Wahlkreis-Sommertour zu Gast in Pfinztal. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Grünen Ortsverbands führte die Tour an verschiedene Orte, an denen zentrale Zukunftsthemen für unsere Gemeinde sichtbar werden: erneuerbare Energien, Naturschutz, nachhaltige Mobilität und der Einsatz für unsere demokratische Gesellschaft.

Startpunkt war der Waldparkplatz im Großen Wald. Von dort ging es zunächst zur potenziellen Vorzugsfläche für Windenergie. Vor Ort wurde über die Möglichkeiten, aber auch über die Herausforderungen eines naturverträglichen Ausbaus der erneuerbaren Energien gesprochen.

Anschließend ging es mit den E-Bikes bergab ins Tal und auf der anderen Seite wieder hinauf zum Naturfreundehaus in Berghausen. Dort gab Paul Mehrer eine Einführung in die Geschichte und Arbeit der Naturfreunde. Besonders eindrucksvoll war dabei der Hinweis auf die lange Tradition der Naturfreundehäuser als Orte der Begegnung und des gesellschaftlichen Miteinanders. Auch das Naturfreundehaus in Berghausen entstand nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1951 maßgeblich durch gemeinschaftliche Eigenarbeit. Bis heute versteht es sich als „offenes Haus der Begegnung“. Das sichtbare Zeichen „Kein Platz für Rassismus“ an der Eingangstür steht dabei für eine Haltung, die gerade in der heutigen Zeit wichtiger denn je ist.

Daran schloss sich die Vorstellung der Initiative für Respekt, Toleranz und Vielfalt in Pfinztal an. Das im Frühjahr 2024 gegründete Bündnis ist bewusst kein Verein, sondern ein Zusammenschluss engagierter Menschen, die sich für demokratische Werte und ein respektvolles Miteinander einsetzen. Das Leitmotiv bringt die Initiative auf den Punkt:

Egal, woher du stammst, wie du aussiehst, an welchen Gott du glaubst oder nicht und egal, wen du liebst: Du gehörst zu uns, zu unserer Gemeinde und zu unserem Land. Du hast Respekt verdient.

Die Initiative setzt sich gegen Hass und Hetze sowie für Respekt, Toleranz und Vielfalt ein. Sie möchte Menschen miteinander ins Gespräch bringen, Vorurteilen und Verschwörungsfantasien entgegentreten und demokratische Grundwerte im Alltag mit Leben füllen. Dabei geht es um konkrete Begegnungen, Gespräche, Workshops und Veranstaltungen. Ein Beispiel dafür waren die ersten Internationalen Wochen gegen Rassismus in Pfinztal im Frühjahr 2026. Besonders wichtig ist den Engagierten dabei, sichtbar zu machen: Wir sind viele, die sich für Demokratie und Menschenwürde einsetzen.

Als weiterer Baustein des Tages stellte sich der Arbeitskreis Mobilität Pfinztal vor. Der Arbeitskreis setzt sich für eine nachhaltige und zukunftsfähige Mobilität in unserer Gemeinde ein und bringt entsprechende Themen in die öffentliche Diskussion. Vorgestellt wurden unter anderem die Aktivitäten rund um den diesjährigen Parking Day am 20. September in Söllingen. Der Aktionstag macht erlebbar, wie öffentlicher Raum anders genutzt werden kann, und bildet zugleich den Auftakt für die Pfinztaler „AutoFreiTage“ im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche.

Nach einem liebevoll vorbereiteten Vesper ging es schließlich wieder auf die Räder – in Richtung Hohwiesen und Edergrube. Dort erläuterte das Ehepaar Rahn vom BUND Pfinztal die ökologische Bedeutung des Gebiets. Die ehemalige Edergrube und die angrenzenden Hohwiesen sind ein außergewöhnlich wertvoller Lebensraum, den das Regierungspräsidium Karlsruhe bereits vor Jahren als besonders schützenswert gewürdigt hat – umso bedauerlicher sind die jüngsten Entwicklungen im Gemeinderat dieses Thema betreffend, welche die Umwidmung in ein Naturschutzgebiet aufhalten.

Wie artenreich das Gebiet ist, wurde bei der Führung eindrucksvoll deutlich. Neben einer Vielzahl von Insekten und Amphibien finden sich hier auch zahlreiche Fledermausarten. Der BUND konnte in der Region eine bemerkenswerte Vielfalt nachweisen. Erst Ende August wurden bei einer zweistündigen Nachtfalter-Aktion in der Nähe der Edergrube 53 verschiedene Arten erfasst – darunter 32 Falterarten.

Der Besuch von Kai Keune hat gezeigt, wie vielfältig die Themen sind, die Pfinztal bewegen: Klimaschutz und Naturschutz, nachhaltige Mobilität und der Einsatz für unsere Demokratie gehören zusammen. Pfinztal hat dabei viel zu bewahren, aber auch viele Möglichkeiten, die Zukunft aktiv zu gestalten.

Für uns Pfinztaler Grüne war die Tour eine gute Gelegenheit, mit engagierten Menschen und lokalen Initiativen ins Gespräch zu kommen, ihre Arbeit kennenzulernen und gemeinsam über die Herausforderungen und Chancen für Pfinztal zu sprechen. Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für den offenen Austausch, die interessanten Einblicke und die Gastfreundschaft. Und natürlich gilt unser besonderer Dank Kai Keune für seinen Besuch und die gemeinsame E-Bike-Tour durch Pfinztal.

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