Öko-Landwirtschaft in Pfinztal

Wissen Sie, was ein “Jäteflieger” ist? Florian Petrik erläuterte bei der Jahreshauptversammlung von Bündnis90/Die Grünen Grundlegendes zur Biolandwirtschaft.

Kommen bei der konventionellen Landwirtschaft zur Unkrautvermeidung Herbizide zum Einsatz, so erfolgt diese Arbeit in der Biolandwirtschaft mechanisch bzw. händisch durch Maschinen, die den Arbeiterinnen und Arbeitern in liegender Position die Entfernung des Unkrauts ermöglichen.  Eine echte Kreislaufwirtschaft gelingt mit Hilfe des Rotklees. Dieser sammelt Stickstoff, der zu gegebener Zeit dem Boden wieder zugeführt wird. Ein weiterer wichtiger ökologischer Aspekt sind kurze Transportwege. So verkauft Florian Petrik seine Kartoffeln, Möhren und anderes Gemüse ausschließlich im Hofladen, auf örtlichen Wochenmärkten und in Fachgeschäften in Karlsruhe und Ettlingen. Seit 2003 ist der Gemüseanbau in Pfinztal allerdings nur noch mit regelmäßiger Beregnung möglich.

Was kann auf kommunaler Ebene geschehen, um die Biolandwirtschaft zu fördern? Der größte Teil der landwirtschaftlichen Fläche ist in privatem Besitz und wird vom Landwirt gepachtet. Wenn nun Ausgleichsflächen zur Kompensation von neu bebauten Flächen benötigt werden, ist es sinnvoll, die Landwirtschaft dabei herauszunehmen. Nur so bleiben die Flächen für die Landwirtschaft erhalten. Ökologische Landwirtschaft kann bei Pachtverträgen als Kriterium herangezogen werden und örtliche Mensen und Kitas können auf regionale Produkte und Bioessen umstellen. Insgesamt wird es in der Landwirtschaft immer wichtiger auf Biodiversität zu achten (z.B. bei der Fruchtfolge) und die ökologisch wertvollen Streuobstwiesen durch höhere Prämien zu erhalten. 

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Natur und Umwelt

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