
29.06.25 –
Die neue Unterführung in Söllingen ist eröffnet. Nach langer Bauzeit, Verzögerungen und erheblichen Kostenüberschreitungen rollt der Verkehr jetzt zwar unter den Gleisen hindurch – doch die Frage bleibt: War das wirklich notwendig?
Unstrittig ist: Die Unterführung für Fußgängerinnen und Radfahrerinnen ist sinnvoll und wichtig. Sie verbessert die Sicherheit und die Verbindung zwischen den Ortsteilen. Doch teuer – und in ihrem Nutzen zweifelhaft – ist vor allem die PKW-Unterführung. Die versprochene verkehrliche Entlastung ist kaum spürbar, während die Kosten aus dem Ruder gelaufen sind und unseren Haushalt auf Jahre hinaus belasten.
Hinzu kommt der enorme Flächenverbrauch. Durch die groß dimensionierte Straßenführung mit Ab- und Auffahrten ist ein erheblicher Teil zentral gelegener Flächen in Söllingen dauerhaft versiegelt worden. Damit wurde eine Chance vergeben: Ein Ort mit Aufenthaltsqualität, urbanem Grün oder öffentlichem Leben – all das ist an dieser Stelle nun kaum noch möglich.
Und genau hier liegt das Problem: Mit dem Geld – und der Fläche – hätte man viel bewegen können. Die Schulen im Ort warten auf Sanierung. Der öffentliche Nahverkehr könnte zuverlässiger und attraktiver gestaltet werden. Radwege fehlen, Barrierefreiheit ist vielerorts noch Zukunftsmusik.
Stattdessen wurde ein Projekt durchgezogen, dessen Nutzen fraglich bleibt – während an anderer Stelle dringend benötigte Investitionen nun auf unbestimmte Zeit verschoben werden.
Es geht nicht nur darum, was etwas kostet. Es geht darum, was wir dafür aufgeben.
Die Bundesregierung will ihre Sozialreformen vom Sommer voranbringen. Doch der Widerstand wächst – bei Familien, in der Gesellschaft und auch [...]
Deutschlandweit wird am 26. September demonstriert. Egal ob Du selbst betroffen bist, als Beschäftigte*r, Unternehmer*in eines [...]
Die Mieten bei Neuvermietungen steigen gerade in Ballungszentren trotz der existierenden Mietpreisbremse immer stärker an. Hohe Mieten werden [...]