Starkregenereignisse

30.04.22

Starkniederschläge, Hochwasser und Hitze- und Dürreperioden – für viele Gemeinden ist dies leider schon schmerzhafte Realität. Die Flutkatastrophe vom Juli 2021 in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hat die verheerenden Wirkungen solcher Extremwetterereignisse europaweit vor Augen geführt. Und hier bei uns – quasi vor der Haustür – musste die Kleinsteinbacher Bevölkerung die Überschwemmung am Bocksbach mit schweren Schäden erleben.

Es gilt festzuhalten, dass Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand gehen und den Gemeinden hierbei eine Schlüsselrolle zukommt. Wir begrüßen daher, dass Pfinztal das vom Land finanziell unterstützte Starkregen-Risiko-Management vorantreibt, dessen erste Ergebnisse kürzlich dem Gemeinderat vorgestellt wurden. Bis zu einem konkreten Handlungskonzept sind aber noch weitere Schritte nötig.

An welche Art von Maßnahmen ist zu denken?

Starkregengefahrenkarten ermöglichen eine Einschätzung des Risikos. Hinzu kommt die Information für Bürger:innen. Ein wichtige Rolle wird schließlich der Flächenentsiegelung zukommen – gerade in Gewerbegebieten beträgt die Versiegelung oftmals bis zu 80 Prozent. Auch das kommunale Krisenmanagement ist ein wichtiger Baustein zur Abwendung von Schäden. Im baulichen Bereich kann gezielte Vorsorge betrieben werden: So können Dach- und Fassadenbegrünungen die Aufnahme von Niederschlägen deutlich erhöhen. Abfließendes Niederschlagswasser wird anschließend nicht in die Kanalisation geleitet, sondern von Regengärten auf dem Grundstück aufgefangen. Dies ist nur ein Ausschnitt der möglichen Maßnahmen. Wichtig wird sein, dass sinnvolle Schritte zur Erhöhung unserer Klimaresilienz in Pfinztal gleichermaßen von der Gemeinde und den Bürger:innen mitgetragen und unterstützt werden.

Weitere Informationen zum Thema Klimaresilienz in Kommunen finden Sie unter:

https://www.lubw.baden-wuerttemberg.de/wasser/starkregen

https://www.dstgb.de/aktuelles/2022/klimaresilienz-in-der-stadt-der-zukunft/

Kategorie

Natur und Umwelt